Staatssekretär Dr. Gerd Müller vergibt Förderpreis
Innovativ, nachhaltig und aktiv für den Ländlichen Raum
25. Januar 2008. Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vergab heute im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin zum achten Mal den Förderpreis Ökologischer Landbau.
Ausgezeichnet wurden drei herausragende ökologisch wirtschaftende Betriebe mit beispielhaften Innovationen bzw. einem besonderen Gesamtkonzept. "Einfallsreichtum, Engagement und innovative Ideen zahlen sich nicht nur im eigenen Betrieb aus, sie bringen die Region nach vorne und geben durch ihr Beispiel Anregung für Andere", honorierte Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Gerd Müller die Leistung der Preisträger. Der Förderpreis des Bundesministeriums ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert.
1. Preisträger:
Der Betrieb Hephata Hessisches Diakoniezentrum (Schwalmstadt) wird mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Bei der Vermarktung ökologischer Produkte sind für das Diakoniezentrum Regionalität, Diversität und nicht zuletzt Qualität entscheidende Erfolgsprinzipien. Hephata hat im eigenen Betrieb zugleich zahlreiche Arbeitsplätze für geistig behinderte und abhängigkeitskranke Menschen geschaffen und insgesamt beispielhaft Initiative für die soziale, ökonomische und ökologische Betriebsentwicklung übernommen. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro.
2. Preisträger:
Die Schmid GbR (Westhausen) wird für ihr herausragendes gesamtbetriebliches Konzept mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Dem Betrieb Schmid ist es gelungen, in einem Gebiet mit vorherrschend klein strukturierten Landwirtschaftsbetrieben ein innovatives und ökonomisch tragfähiges Konzept für Diversität in der Erzeugung ökologischer Produkte, deren Verarbeitung sowie Direktvermarktung, umzusetzen. Dabei wird der artgerechten Haltung der Tiere hohe Priorität eingeräumt. Das Preisgeld beträgt 8.000 Euro.
3. Preisträger:
Das Gut Hirschaue (Rietz-Neuendorf) wird für seine vorbildliche Leistung im Bereich der Entwicklung einer möglichst artgerechten Wildtierhaltung und damit praxisgerechter Leistungen zur Weiterentwicklung der EG-Öko-Verordnung ausgezeichnet. Dem Betrieb ist eine "Vorreiterrolle" in der ökologischen Wildtierhaltung auch unter Berücksichtigung der standörtlichen natürlichen Gegebenheiten zuzusprechen, insbesondere weil die EG-Öko-Verordnung spezielle Regelungen für diesen Erzeugungsbereich bisher nicht vorsieht. Das Preisgeld beträgt 7.000 Euro.
Der Vorsitzende der Förderpreis-Jury, Dr. Helmut Röscheisen (Deutscher Naturschutzring, Bonn), sprach in seiner Laudatio angesichts der prämierten Betriebe die Hoffnung aus, dass der ökologische Landbau mit seinen umweltschonenden Bewirtschaftungsmethoden auch künftig weiter zunehmen möge. Er sei inzwischen als integraler Bestandteil einer nachhaltigen Agrarpolitik allseits anerkannt.


