Martinshof
Pressemitteilung Martinshof
Hervorragende Verarbeitung von Produkten
Für seine vorbildliche Verarbeitung von Lebensmitteln wird der Martinshof heute auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin von Staatssekretär Dr. Gerd Müller mit dem ersten Preis des Förderpreises Ökologischer Landbau 2006 ausgezeichnet. Der Stammsitz des von der Kempf & Philipczyk GdbR getragenen Hofes befindet sich in St.Wendel-Osterbrücken im nördlichen Saarland, in einer landschaftlich reizvollen Umgebung. Diese Region wurde immer schon auch durch die Landwirtschaft maßgeblich geprägt. Dabei gehört der seit 1984 bestehende Martinshof, der aus der Naturschutzvereinigung Martin-Ott-Stiftung e.V. hervorging, zu den Pionieren des ökologischen Landbaus im Saarland und Rheinland-Pfalz.
Vom klassischen Direktvermarkter hat sich der Hof zu einem Markenartikler entwickelt – die Eintragung der Marke "Martinshof" erfolgte bereits 1997. Heute erreicht er mit Bio-Lebensmitteln ein breites Publikum. Dabei ist er nicht nur deutschlandweit tätig, sondern vertreibt seine Produkte auch in Nachbarländern wie Frankreich, Luxemburg und Belgien. Der Betrieb ist mit 100 Hektar einer der größten Biobetriebe in Südwestdeutschland. Er umfasst folgende Produktionsstätten:
- eine Biolandwirtschaft mit rund 200 Milchziegen und einer 25-köpfigen Mutterkuhherde, mit artgerechter Tierhaltung in luftigen Ställen und auf kräuterreichen Weiden.
- eine eigene Molkerei. Sie bietet Ziegenmilchspezialitäten, die bereits zahlreiche DLG-Auszeichnungen erhielten.
- eine Biolandmetzgerei, übrigens eine der ersten in Deutschland. Sie verarbeitet bereits seit 1986 Rind-, Schweine-, Lamm- und Geflügelfleisch zu vielfach prämierten Wurst- und Schinkenspezialitäten.
Die hohe Qualität der Produkte resultiert aus einer über 20-jährigen Erfahrung in diesem Bereich, verbunden mit dem beständigen Streben nach Verbesserungen. Beim Vertrieb verließ der Martinshof schon früh die „klassischen“ Wege. Neben dem Verkauf über einen Hofladen und Wochenmärkte gründete er 1987 einen der ersten deutschen Lieferdienste für Bio-Lebensmittel. Die Nachfrage danach stieg beständig. Seit 2005 liefert der Martinshof seine Produkte im Rahmen der Martinshof Biobus GmbH per Hauslieferservice an Privatkunden über das Saarland hinaus nach Luxemburg, Frankreich und weitere Regionen in Deutschland. Dies trug ebenso zum Verlassen der „Bio-Nische“ bei wie die 1998 erfolgte Verlagerung des Hofladens aus St.Wendel in die saarländische Landeshauptstadt. In Saarbrücken erwirtschaftet die Martinshof Stadtladen GmbH über die Hälfte ihres Umsatzes mit Produkten aus der Region.
Der Martinshof bleibt damit seiner Linie treu: Soweit möglich, soll die Produktion von Bio-Lebensmitteln nicht in entfernte Gebiete verlagert werden, nur weil sie dort scheinbar „günstiger“ erfolgt – worunter aber Frische und Ökologie leiden. Um dies gewährleisten zu können, arbeitet der Hof mit knapp 30 Biolandhöfen, -gärtnern, -winzern und -bäckern aus der Region zusammen. Über seine verschiedenen Vertriebswege sichert der Hof die Vermarktung ihrer Produkte und sorgt dafür auch für eine Zukunft des ökologischen Landbaus in der Region.
Gleichzeitig ist diese Zusammenarbeit eine wichtige Voraussetzung dafür, auch größere Nachfragemengen befriedigen zu können. Der Vertrieb geht nicht nur beim Direktmarketing weit über das Saarland hinaus: Mittlerweile liefert der Martinshof seine Produkte an Händler von Freiburg bis Berlin. Ein weiterer wichtiger Schritt war 2005 die „Listung“ (Aufnahme in die Produktpalette) von Hof-Produkten durch die Handelskette Globus. Neben einem klaren Konzept trugen auch innovative Verpackungen zum „Durchbruch“
in den konventionellen Lebensmitteleinzelhandel bei. So bietet der Hof Ziegenmilch, -quark und -joghurt nicht nur in Pfandgläsern, sondern auch im praktischen handelskonformen 150-Gramm-Becher an.
Insgesamt beweist der Martinshof, dass und wie Biopioniere in der veränderten Biowelt bestehen können. Heute sind in den verschiedenen Bereichen insgesamt fast 60 Mitarbeiter beschäftigt. Auf der Basis eines gewachsenen Vertrauens der Verbraucher in der Region konnten die Geschäftsaktivitäten beständig ausgebaut werden. Ökologische Lebensmittel bleiben so nicht mehr auf einen begrenzten Abnehmerkreis beschränkt, sondern passen auch dank innovativer Vermarktungswege für alle Vertriebskanäle – ohne die Identität als bäuerliches Produkt zu verlieren.

