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Förderpreis Ökologischer Landbau 2011

Faltblatt mit Informationen rund um die Bewerbung auf den Förderpreis Ökologischer Landbau 2011.

Download des Faltblattes

10 Jahre Förderpreis Ökologischer Landbau

In einer 72-seitigen Broschüre finden Sie interessante Informationen rund um den Förderpreis und die bisherigen Preisträger.

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Bundesprogramm Ökologischer Landbau

Der Förderpreis Ökologischer Landbau wird organisiert im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.

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Begründung der Jury

1. Preis: Max und Iris Weiland für die Entwicklung eines besonders umwelt- und tiergerechten Freilandhaltungsverfahrens von Hühnern
Der Freudenthalhof Weiland bei Witzenhausen hat sich im Bereich 2 "Artgerechte Tierhaltung, Tierzucht" beworben. Der Bioland-Betrieb wirtschaftet seit 1989 ökologisch und beschäftigt drei saisonale Arbeitskräfte und einen Praktikanten. Neben der Freilandhaltung von Lege­hennen in einem mobilen Hühnerstall werden noch 12 Pensionspferde gehalten. Die gesamte Betriebsfläche beträgt 40 Hektar. Rund 10 Hektar dienen der Getreide- und Ackerfuttererzeugung (Kleegras und Luzernegras), 11 Hektar sind Dauergrünland, auf 10 Hektar werden Holunder und Kirschen angebaut und 9 Hektar sind Ödland und Wald. Im Januar 2002 wurde eine eigene Stallbaufirma gegründet.
Die Innovation des Betriebes Weiland liegt in der Freilandhühnerhaltung. Herr Weiland hat einen mobilen Hühnerstall entwickelt, der einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der hygienischen Bedingungen sowie des abtiotischen Ressourcenschutzes bei der Freiland­haltung liefert. Der Stall ist mit einer Kapazität von 500 oder 1.000 Hühnern lieferbar. Der Stall erfüllt alle Anforderungen der EG-Öko-Verordnung (EWG) 2092/91 an die Haltung von Legenhennen oder Mastgeflügel. Der Stall bietet folgende Vorteile gegenüber anderen Stalltypen: Er kann unabhängig vom Strom- und Wassernetz betrieben werden und verfügt über eine zentral gesteuerte automatische Fütterung. Durch die Bauart des Stalls wird eine bequeme und besonders bodenschonende Umsetzung ermöglicht. Die Verwendung von Niedrigdruckreifen (1 bar) minimiert Bodenverdichtungen. Mit wenigen Handgriffen kann der Stall hydraulisch angehoben und somit konsequent alle 14 Tage umgesetzt werden. Das schont die Grasnabe und stellt eine gleichmäßige Verteilung des Geflügelkotes auf der Flä­che sicher. Da der Auslaufbereich auf dem Grünland weniger stark strapaziert wird, Über­weidung und die Schlammbildung unterbunden sind, kann das nachwachsende Gras Nähr­stoffe aus dem Kot unmittelbar wieder aufnehmen. Der Austrag von Stickstoff und Phosphat in das Grundwasser wird auf ein unvermeidbares Minimum begrenzt.

Die Jury schlägt vor, den Freudenthalhof Weiland auszuzeichnen. Der Betriebsleiter, Herr Weiland, hat in Kooperation mit Legehennen- und anderen Geflügelhal­tern sowie in Zusammenarbeit mit der Fachberatung ein Stall- und Freilandhaltungskonzept für Geflügel entwickelt und umgesetzt, das ökologisch wirtschaftenden, aber auch konventi­onellen Betrieben, eine praktikable, tiergerechte und umweltschonende Alternative für die Umstellung auf die Freilandhaltung von Geflügel bietet.